Über die Zukunft der Unternehmenskommunikation

Wie sieht die Zukunft der Unternehmenskommunikation aus? Ehrlich gesagt, genau weiß ich das auch nicht. Aber eins weiß ich sicher: Sie wird sich grundlegend ändern. Werbung, PR und Marketing verschmelzen zunehmend, und aus dem monologischen Senden ist ein Dialog mit Kunden und Interessenten geworden. Das liegt am Internet und seinen neuen Kanälen Twitter, Facebook, Communities oder andere Plattformen. Unternehmen bekommen hier direkt Feedback von ihrer Zielgruppe und lassen dieses in ihre Unternehmens- und Produktentwicklung einfließen – wenn sie klug sind.

Zur Zeit ist vieles im Umbruch und im Fluss. Pressemitteilungen beispielsweise verlieren anMatte Circle Icons - Social Media in Black ihrer ursprünglichen Bedeutung – Input für Veröffentlichungen in der Presse. Allerdings werden sie mehr und mehr wichtig für das ‚Gefunden werden’, die Visibility im Web. Das ist nur ein Grund, warum Unternehmen für ihre Kunden transparenter werden. War es bereits früher nur schwer möglich, Informationen ‚unterm Deckel’ zu halten, so ist dies heute schlicht unmöglich. Das bedeutet für die Kommunikation: Sie muss offener werden, sie muss in beide Richtungen gehen. Sie muss den Dialog suchen und sich aktiv den Zielgruppen zuwenden. Viele Unternehmen haben die Zeichen erkannt und sehen die Bedeutung der neuen Kanäle. Das belegen die Ergebnisse unserer aktuellen Expertenumfrage( http://tinyurl.com/37b2afw  ). Allerdings gibt es auch noch viele Zweifler, die glauben, Social-Media sei nur ein Hype, der vorbeigehen wird, und es bestehe keine Notwendigkeit, sich damit auseinander zu setzen. Das ist sicher ein Irrtum!Social media - Word Cloud

Was heißt das für Kommunikationsagenturen? Wir müssen den Weg mitgehen und den Kunden die Angst vor den neuen Kanälen nehmen. Social Media steckt – ohne Zweifel – noch in den Kinderschuhen, alle probieren noch. Deshalb ist es auch nicht schlimm, wenn man hinfällt, man muss einfach wieder aufstehen. Viel schlimmer wäre nicht mit zu gehen, denn das bedeutet Stillstand.

Wie müssen Unternehmen künftig kommunizieren? Die Antwort ist ganz einfach: Über die Kanäle, die ihre Zielgruppen nutzen. Sei es über das Internet, sei es über Applikationen fürs Handy oder für Tablets wie i- oder WePad oder über Radio, TV und Printmedien. Die Möglichkeiten sind vielfältiger und es gibt mehr Kanäle – es gilt, sie vorher zu analysieren, zuzuhören und sie dann zu nutzen. Kurz: Es bleibt spannend.

Über den Autor

Horst Höfflin
Horst Höfflin

Gründer und Mitinhaber von Dr. Haffa & Partner. Das Angebot der Münchner Kommunikations-Agentur reicht von der Kommunikationsberatung über klassische PR bis zu Website-Consulting und Marketing-Services. Horst Höfflin hat langjährige Erfahrung in der strategischen Beratung vor allem in der B-to-B-Kommunikation. Mit seinem extrem breiten technischen Fachwissen, seinen fundierten Markt- und Branchenkenntnissen und seiner Neugier auf aktuelle Trends und Entwicklungen ist er Visonär und Praktiker zugleich.

4 Antworten zu “Über die Zukunft der Unternehmenskommunikation”

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  • Christa Duve-Roth schreibt am 7. Mai 2010, 13:44

    Wie wahr! Zweifler sehen Social Media nur als Hype, der wie Second Life versanden wird. Sie vergessen aber, das der Nachwuchs heute mit Social Communities aufwächst und diese wie selbstverständlich nutzt – und zwar im wahren Leben!

    Dass Social Media nicht für jedes Business, alle Branchen und alle Produkte sinnvoll ist, bleibt unbestritten. Und genau hinsehen, um Streuverluste zu vermeiden, war schon immer die Aufgabe von Agenturen. Was zu tun ist, bringt der Autor auf den Punkt ;-)

  • Harald Karcher schreibt am 7. Mai 2010, 14:38

    Hallo Horst, klare Analyse, ich stimme voll zu: Das interaktive Web wird bleiben, deshalb gilt es für Euch Agenturen: Den Kunden die Angst vor neuen Kanälen zu nehmen. Sehr schön gesagt, sehr schön geschrieben:-)

  • Carsten Lange schreibt am 7. Mai 2010, 15:45

    Lieber Kollege,

    Danke für die Zusammenfassung und Stellungnahme zu diesem brisanten Thema. Die Wahrnehmungsfalle in die wir Agenturen bei unseren Kunden zur Zeit stolpern können liegt tatsächlich in der aufgezeigten Range: Von Spinnertum bis Heilsbringung. Alles schon live erlebt.

    Ein aus unserer Sicht wichtiger Hinweis zum Nutzen des Social Media Marketing liegt in der aufgezeigten Visibility. Diese “Online-Sicht-der-Dinge” wird immer wieder unterschätzt. Und genau daraus folgt auch der einzige Punkt über den ich kontrovers diskutieren möchte: Onlinemarketing ist keine Spielwiese zum Selbermachen, sondern gehört wie alle anderen Marketingdisziplinen in die Hand von Kommunikationsprofis. Denn wenn man “online” hingefallen ist, ist es nicht so einfach mit dem wieder aufstehen. Das Internet hat ein Elefantengedächtnis und vergisst leider nichts. (Auch unser Star für Oslo, Lena Meyer-Landrut, hat diese Erfahrung gerade gemacht.) Und gegen eine konzeptionelle Einbindung in den Marketing-Mix der Unternehmens- oder Produktkommunikation spricht auch nichts.

    Mein Tipp an die Leser dieses Blog: Telefonhörer in die Hand nehmen und eine qualifizierte AIKA-Agentur um Rat fragen. Getreu dem Motto: Gemeinsam für bessere Kommunikation. :-)

    Beste Grüße, Carsten Lange

  • dolce schreibt am 10. Mai 2010, 09:28

    Sehr gut erkannt! Nur die die nichts tun und nichts versuchen können aktuell Fehler machen.

    Für die Agenturen ist das sicherlich eine große Herausforderung. Früher hat man für seine Kunden einfach die Pressemitteilungen geschrieben. Aber es wird kaum Firmen geben, die das Twittern, Bloggen und Networkling outsourcen. Das ist finanziell in der Regel nicht möglich und der Kunde will es auch gar nicht. Er will den direkten Kontakt zum Unternehmen. Aus meiner Sicht sind mehr und mehr Berater gefragt, die das Know-how haben die Mitarbeiter eines Unternehmens zu befähigen sich in der Blase zu bewegen.

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